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Employer Branding

Cultural Add

Cultural Add (auch: Culture Add) ist ein Recrui­ting-Ansatz, der über den klassi­schen Cultural Fit hinausgeht. Während Cultural Fit i. d. R. prüft, ob eine Person zur beste­henden Unter­neh­mens­kultur (Werte, Arbeits­stil, Denk­weisen und Harmonie) passt, fragt Cultural Add: Welche ganz neuen Perspek­tiven bringt diese Person zusätz­lich mit ins Team?

Wozu dient Cultural Add?

Cultural Add verhindert Gruppen­kon­for­mität, indem Unter­nehmen nicht immer wieder Menschen ein­stellen, die ähn­lich denken, arbeiten und ent­scheiden. Im Gegen­satz zum Cultural Fit, der häufig Harmo­nie und kon­for­mes Ver­hal­ten belohnt, fördert Cultural Add bewusst Vielvfalt im Denken. Das Ergebnis: Mee­tings werden leb­hafter, Diskus­sionen krea­tiver und Lösungen laufen nicht immer nach Schema F ab. Das stärkt die Inno­vations­kraft und die lang­fris­tige Anpas­sungs­fähig­keit von Teams.

Unternehmen prüfen Cultural Add nicht über leere Behaup­tungen, sondern über konkrete Bei­spiele. Im Vor­stel­lungs­gespräch zeigen sich diese Fähig­keiten durch konkrete Situa­tionen, Sze­narien oder Team­inter­aktionen, in denen die Person konstruktiv unter­schied­liche Denk­weisen ein­bringt und das Team bereichert.

Cultural Add kann die Grund­lage für interne, „kulturelle“ Dis­rup­tion schaffen, erzwingt sie aller­dings nicht, sondern ermög­licht, neue Perspek­tiven auf bestehende Struk­turen zu erhalten.

Zahlt sich Cultural Add für Unternehmen aus?

Unternehmen setzen Cultural Add im Recruiting ein, um Teams stra­te­gisch weiter­zu­ent­wickeln. Statt nur „gut rein­zupassen“, sollen neue Mit­arbei­tende beste­hende Struk­turen ergänzen. Mitar­bei­tende berichten, dass sie dadurch ihre Ideen ein­bringen können, ohne „angepasst“ sein zu müssen. Also: Wenn Leute das Gefühl haben, dass sie anders denken dürfen, wird Cultural Add gelebt.

Gemeinsame Werte bleiben wichtig. Denk­weisen dürfen sich unter­scheiden. In der Praxis emp­fiehlt sich oft ein Verhält­nis von ca. 60 bis 70 Prozent Cultural Fit und 30 bis 40 Prozent Cultural Add, um Stabi­lität und Inno­vation zugleich zu sichern.

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