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Barrierefreie Formulare

Barrierefreie Formulare, bspw. Kontaktformulare, Opt-ins oder Newsletter-Anmeldungen, sind ein Ansatzpunkt, wenn es bspw. darum geht, eine Corporate Website für alle User zugänglich zu machen. Barrierefreie Formulare helfen dabei nicht nur Menschen mit Einschränkungen, sondern sorgen auch dafür, dass die Website allgemein besonders benutzerfreundlich wird.

Warum barrierefreie Formulare wichtig sind

Seit 2025 stehen Unternehmen im professionellen Webdesign vor einer ganz neuen Herausforderung: Neue EU-Gesetze verpflichten Unternehmen zur Entwicklung barrierefreier Websites. Die WCAG-Abstufungen A bis AAA sind dabei zentral für ihre Gestaltung. Während Stufe A die grundlegendsten Anforderungen definiert, regelt Stufe AA eine erweiterte Zugänglichkeit und Stufe AAA die maximal mögliche Barrierefreiheit.

Die WCAG-Stufe A stellt die Grundvoraussetzung für barrierefreie Formulare dar, indem sie eine Tastaturbedienbarkeit vorschreibt und ausschließende Elemente vermeidet, während Stufe AA als empfohlener Standard zusätzlich auf Verständlichkeit durch klare Labels, Fehlermeldungen und Kontraste setzt. Stufe AAA geht noch weiter und fordert erweiterte Unterstützung, etwa durch zusätzliche Erklärungen oder besonders einfache Sprache.

Unternehmen, darunter auch Digitalagenturen, die digitale Produkte oder Dienstleistungen anbieten, sind nun dazu angehalten, ihre Website anzupassen, um den neuen Anforderungen zu entsprechen. Wer den Vorgaben der Barrierefreiheit nicht nachkommt, dem drohen nicht nur rechtliche Konsequenzen, sondern auch Imageeinbußen.

Wie du barrierefreie Formulare gestalten kannst

Die professionelle Webentwicklung beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit der Entwicklung barrierefreier Websites. Das Thema ist nicht neu, wird nun aber immer präsenter. Full-Stack-Webentwickler kennen aus Erfahrung die passenden Möglichkeiten, die aus einer einfachen Website eine barrierefreie Webpräsenz machen, und setzen diese um. Folgende Punkte kommen für barrierefreie Formulare infrage:

  • Formularbeschriftungen (Labels): Jedes Eingabefeld benötigt eine klare, verständliche Beschriftung (Label), die mit dem Feld verknüpft ist. Das Label sollte über oder neben dem Eingabefeld stehen und immer sichtbar bleiben; ein Platzhalter ersetzt kein Label. WCAG 2.1 A-Level
  • Beispieltexte immer sichtbar halten: Beispieltexte, die dem Nutzer zeigen, was eingetragen werden soll, dürfen nicht verschwinden, sobald der User ins Feld klickt. Sie sollten sichtbar außerhalb des Eingabefeldes stehen, z. B. als Label über dem Feld. WCAG 2.1 A-Level
  • Fehlermeldungen und Validierung: Fehlerinformationen vom System müssen klar und verständlich angezeigt werden. Die Eingabevalidierung (z. B. bei Tippfehler in der E-Mail-Adresse) sollte den Fehler sofort nach der Eingabe identifizieren und anzeigen. WCAG 2.1 AA-Level
  • Fehlermeldungen im Kontext anzeigen: Fehlerhinweise sollten direkt beim betreffenden Eingabefeld erscheinen. Fehler müssen visuell und für Screenreader zugänglich sein (z. B. mit aria-live). WCAG 2.1 AA-Level
  • Tabulatorreihenfolge: Die Reihenfolge der Eingabefelder muss logisch und konsistent sein. Nutzer sollten mit der Tastatur effizient navigieren können. WCAG 2.1 A-Level
  • Verwendung von ARIA (Accessible Rich Internet Applications): Für komplexe Formulare sollten ARIA-Attribute (aria-required, aria-invalid, aria-describedby) genutzt werden. WCAG 2.1 AA-Level
  • Eingabefelder und Gruppierungen: Verwandte Felder sollten in einem semantischen Container (fieldset legend) gruppiert werden. WCAG 2.1 AA-Level
  • Eindeutige und konsistente Beschriftungen für Buttons: Buttons sollten verständlich und einheitlich beschriftet sein. WCAG 2.1 AA-Level

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